Wie wird untersucht?

Elektroden werden zur Messung der Gehirnströme am Kopf schmerzfrei befestigt (Thieme Verlagsgruppe 2006).

Zur genauen Diagnosestellung werden die Hirnströme gemessen. Dazu werden am Kopf mit einem Kontaktgel mehrere Elektroden befestigt und die Hirnströme mithilfe des Elektroenzephalogramms (EEG) aufgezeichnet.

 

Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa eine halbe Stunde (mit dem Anbringen und Entfernen der Elektroden zirka 45 min). In einem EEG sind während eines Anfalls Epilepsie-typische Veränderungen erkennbar. Doch auch ein EEG, das zwischen Anfällen abgeleitet wird, kann wichtige Hinweise über die Art der Anfälle geben.

 

 

Da viele Anfälle nachts stattfinden, kann eine Aufzeichnung über Nacht sinnvoll sein, am besten kombiniert mit Videoaufnahmen. Insbesondere um die für das Lennox-Gastaut-Syndrom charakteristischen tonischen Anfälle aufzuzeichnen, die während des Schlafens stattfinden, ist ein Schlaf-EEG notwendig. Auf diese Weise kann das Lennox-Gastaut-Syndrom auch von anderen Epilepsie-Syndromen abgegrenzt werden.

Ein MRT hilft den Ärzten bei der genauen Diagnose (Symbolbild, PhotoDisc).

Auch bildgebende Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes gehören zur Routinediagnostik, um Ursachen für die Anfälle zu finden (z. B. Narben oder Fehlbildungen im Gehirn) und die optimale Behandlungsmethode auszusuchen. Um organische Ursachen wie Stoffwechselstörungen auszuschließen, ist außerdem eine umfassende Laboruntersuchung notwendig.

 

In den ersten Jahren kann das EEG tagsüber fast normal sein, solange keine Anfälle auftreten. Bei tonischen Anfällen insbesondere nachts finden sich im EEG meist über beiden Hirnhälften charakteristische Spitzen und Wellen. Im fortgeschrittenerem Stadium zeigen sich zwischen den Anfällen typischer Weise unregelmäßige langsame Wellen im EEG. Insgesamt ist das Bild sehr variabel und kann sich von EEG-Aufnahme zu EEG-Aufnahme unterscheiden.

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