Schwerbehinderung

Betroffene mit einer Epilepsie haben die Möglichkeit, auf Antrag einen Schwerbehindertenausweis zu erhalten. Die Anträge sind beim Versorgungsamt oder dem zuständigen medizinischen Dienst erhältlich und werden auch dort bearbeitet (Adresse und Antragsformulare unter: www.versorgungsaemter.de). Inhaber eines Schwerbehindertenausweises haben unter anderem Anspruch auf

  • Zusatzurlaub
  • Erhöhten Kündigungsschutz
  • Steuerermäßigungen
  • Erleichterungen am Arbeitsplatz (z. B. behindertengerechter Arbeitsplatz Teilzeitbeschäftigung, Arbeitsassistenz, Lohnkostenzuschuss bei Minderleistung, Kfz-Hilfe)
  • Preisnachlässe im öffentlichen Personennahverkehr
  • Befreiung vom Wehrdienst
  • Besondere Prüfungsbedingungen.

Je nach Art und Häufigkeit der Anfälle können z. B. auch die Ausweismerkmale „RF“ (Befreiung von Rundfunk- und Fernsehgebühren), „B“ (ständige Begleitung erforderlich) zuerkannt werden.

 

Nach den „Anhaltspunkten für die gutachterliche Tätigkeit“ gelten dabei folgende Grade der Behinderung (GdB):


Anfälle nach Art, Schwere und Häufigkeit

Grad der Behinderung (GdB)

häufig (generalisierte große oder komplex-fokale Anfälle wöchentlich oder Serien von generalisierten epileptischen Anfällen, von fokal betonten oder von multifokalen Anfällen; kleine und einfach-fokale Anfälle täglich):

90-100

mittlere Häufigkeit (generalisierte große und komplex-fokale Anfälle mit Pausen von Wochen; kleine und einfach-fokale Anfälle mit Pausen von Tagen):

60-80

selten (generalisierte große und komplex-fokale Anfälle mit Pausen von Monaten; kleine und einfach-fokale Anfälle mit Pausen von Wochen):

50-60

sehr selten (generalisierte große und komplex-fokale Anfälle mit Pausen von mehr als einem Jahr; kleine und einfach-fokale Anfälle mit Pausen von Monaten):

40

nach drei Jahren Anfallsfreiheit (bei weiterer Notwendigkeit von Behandlung mit Antiepileptika):

30

 

 

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