Schutz vor Verletzungen bei einem Anfall

Kinder, die unter dem Lennox-Gastaut-Syndrom leiden, brauchen individuell abgestimmte Maßnahmen zum Schutz vor Verletzungen. Leider bedeutet dies immer eine Gratwanderung zwischen Schutz und Einengung.

Tipps zum Schutz

Kinder mit LGS sollten nie alleine Baden (Symbolbild, PhotoDisc).
  • Viele Anfälle treten während des Schlafes auf. Daher sollte das Bett niedrig sein und durch Querlatten ein Hinausfallen verhindert werden. Evtl. kann eine solche am Fußende fehlen, sodass das Kind das Bett von dort aus besteigen kann.
  • Als Schutz vor Kopfverletzungen kann ein Helm getragen werden. Protektoren für gefährdete Körperpartien wie Hüfte, Rücken und Knie können Stürze abmildern. Sanitätsfachgeschäfte beraten bei der Auswahl und helfen bei der Beantragung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
  • Die Folgen von Stürzen können durch Möbel ohne scharfe Kanten, Verwendung von Teppichen u. ä. verringert werden. Harte Kanten sollten z. B. mit weichem Holz umbaut, Heizkörper verkleidet werden.
  • Treppengitter sollten länger an Ort und Stelle bleiben.
  • Baden ist wegen der geringeren Sturzgefahr weniger gefährlich als Duschen.
  • Kinder baden besser nie alleine. Grundsätzlich sollte wenig Wasser in der Wanne sein.
  • Anstatt die Badezimmer- oder Toilettentür abzuschließen, kann ein „Besetzt“-Schild angebracht werden, um Hilfe jederzeit möglich zu machen.
  • Heiße Speisen oder Getränke sollte das Kind zum Schutz vor Verbrühungen nicht umhertragen.
  • Betroffene bleiben besser in der Mitte des Gehsteigs und an Gewässern vom Ufer weg.

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