Schule mit LGS

Kinder mit Epilepsie sollten ganz besonders entsprechend dem individuellen Bedarf gefördert werden. Dafür sind Gespräche zwischen Lehrern, Eltern, dem Kind und eventuell dem behandelnden Arzt notwendig. Wichtig ist vor allem der Abbau von Unsicherheiten und Ängsten im Umgang mit epilepsiekranken Kindern. Werden die speziellen Umstände des Kindes berücksichtigt, kann die Schule für Ihr Kind zu einem Ort der Normalität werden. Die Integration in den Klassenverband ist dazu besonders wichtig.

 

Die Wahl der Schule sollte aufgrund der geistigen Leistungsfähigkeit des Kindes getroffen werden. Bei einem Zweifel an der Regelschulfähigkeit sollte das Kind (neuropsychologisch) getestet werden. Bei sehr aktiver Epilepsie, d.h. gehäuften Anfällen, häufigen Krankenhausaufenthalten mit Fehlzeiten in der Schule wie bei einem Lennox-Gastaut-Syndrom kann es sinnvoll sein, das Kind in einer Körperbehindertenschule einzuschulen. Hier werden alle Leistungsstufen in sehr kleinen Klassen gefördert. Dies kann sinnvoller als eine „integrative Beschulung“ in der Regelschule sein, in der die Klassen wesentlich größer sind und die individuelle Förderung nur für einige Stunden pro Woche erfolgt. Da Epilepsie eine Körperbehinderung ist, besteht für ein Kind mit aktiver Epilepsie der Anspruch auf eine Förderung in einer Körperbehindertenschule, sofern der individuelle Förderschwerpunkt nicht durch eine zusätzliche Behinderung in andere Bereiche verschoben wird.

Tipps für den Alltag

  • Achten Sie auf einen geregelten Tagesablauf und ausreichend Schlaf.
  • Reize wie stundenlanges Fernsehen oder rasche klimatische Wechsel wirken sich meist ungünstig aus.
  • Während eines Anfalls und kurz danach kann man für das Kind nur wenig tun.
  • Gibt es Anzeichen für einen Anfall, ist es am besten, das Kind hinzulegen. Das verringert die Verletzungsgefahr. Beengende Kleidungsstücke sollten geöffnet und Gegenstände, an denen es sich verletzen kann, so gut wie möglich außer Reichweite gebracht werden. Nach dem Anfall sollte das Kind wegen des möglichen Speichelflusses in die sogenannte stabile Seitenlage gebracht werden.

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