Erkrankungsbeginn

Tonische Anfälle treten oft nachts auf (Symbolbild, PhotoDisc)

Das Lennox-Gastaut-Syndrom beginnt meist im Vorschulalter und zeichnet sich durch unterschiedliche Verläufe und Ursachen aus. Die ersten Symptome bei Kindern sind oft plötzliche, scheinbar unbegründete Stürze. Auch werden Anfälle beobachtet, bei denen sich die Muskeln der Kinder verkrampfen (tonische Anfälle). Viele tonische Anfälle treten zunächst nachts auf, laufen meist aber geräuschlos ab. Daher sind sie schwerer zu bemerken.

Bei häufigen Anfällen schützt ein Sturzhelm (Foto: Carolyn und Steve Ellefson)

Gefährlich können Anfälle tagsüber sein. Bei einem Sturz kann sich das Kind schwer verletzen. Treten Sturzanfälle sehr häufig auf, sollten die Kinder einen Sturzhelm tragen. Unter Umständen sind sie sogar auf einen Rollstuhl angewiesen. Im Vergleich zu gleich alten Kindern sind Kinder mit einem Lennox-Gastaut-Syndrom häufig in ihren geistigen Fähigkeiten zunehmend beeinträchtigt. Dabei kann sich auch die Persönlichkeit mit der Erkrankung verändern und es können Wahrnehmungsstörungen auftreten. Die Kinder können zum Teil hyperaktiv oder auch aggressiv werden. Derartige Verhaltensstörungen stehen meist im Zusammenhang mit den Störungen der geistigen Entwicklung.

 

Häufigkeit und Schwere der Anfälle können sich mit der Zeit verbessern. Auch die Art der Anfälle kann sich mit zunehmendem Alter verändern. Bei ungefähren 6–7% der Kinder klingt das Lennox-Gastaut-Syndrom wieder vollständig ab. Ähnlich wie bei einem Lennox-Gastaut-Syndrom im Kindesalter ist das im späteren Alter einsetzende Lennox-Gastaut-Syndrom durch Sturzanfälle geprägt. Diese scheinen seltener aufzutreten als bei Kindern. Im Unterschied zum früh aufgetretenen Lennox-Gastaut-Syndrom hat ein großer Teil der älteren Patienten zu Beginn der Erkrankung noch keine schwerwiegenden intellektuellen Beeinträchtigungen. Allerdings kann es – muss nicht – im weiteren Verlauf dann zu einer Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit kommen. 

  • Erkrankungsbeginn zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr
  • Einige Kinder können auch schon früher erkranken.
  • In seltenen Fällen tritt das Lennox-Gastaut-Syndrom erst nach dem achten Lebensjahr auf.

 

Später Erkrankungsbeginn

  • Ein Lennox-Gastaut-Syndrom kann in sehr seltenen Fällen auch erst im Erwachsenenalter entstehen.
  • Diese Betroffenen sind in der Regel schon zuvor an einer Epilepsie erkrankt gewesen.
  • Ein Lennox-Gastaut-Syndrom kann sich z. B. auch nach Hirnverletzungen oder Tauchunfällen entwickeln.

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